Januar 2009
Neonazi Auftritt am 10.1.2009 auf dem Neumarkt
Krefeld, den 10.1.2009
Sehr kurzfristig haben wir erfahren, dass Neonazis am heutigen Samstag in
der Zeit von 14:00-18:00 Uhr auf dem Neumarkt in Krefeld auftreten dürfen.
Es ist damit zu rechnen, dass die Rechtsextremisten die Vorgänge im Nahen
Osten dazu missbrauchen werden, um wieder einmal ihre bekannten
antisemitischen Hetzparolen zu verbreiten.
Eine Gegendemonstration wird es von uns nicht geben. Aber wer die
Gelegenheit hat, kann den Neonazis auf dem Neumarkt auch ganz persönlich
seine Ablehnung auszudrücken.
Veranstaltung im August 2008
Fest ohne Grenzen am 30.8.2008
Krefeld, den 6.8.2008.
Zum dritten Mal findet das "Fest ohne Grenzen" am Samstag,
dem 30.8.2008 auf der Corneliusstr. an der Josefskirche
in der Zeit von 14:00 bis 22:00 Uhr statt.
Unter dem Motto "Gemeinsam gegen Rassismus" wollen Mitbürger mit deutschem
und migrantischem Hintergrund ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeinlichkeit setzen,
denn diese Themen sind leider auch weiterhin in Krefeld aktuell.
Viele Organisationen und Parteien beteiligen sich mit Informations- und Verzehrständen.
An Informationen werden geboten:
Für Unterhaltung wird gesorgt durch:
Veranstaltung im Juli 2008
Neonazi-Aufmarsch am 19.7.2008 in Krefeld
Krefeld, den 17.7.2008.
Sehr kurzfristig müssen wir dazu aufrufen, sich am Samstag, den 19.7.2008
einem massiven Neonazi-Aufmarsch in Krefeld entgegen zu stellen. Nach
unserer Kenntnis will die NPD
durchführen. Offenbar will die NPD den bisherigen starken Widerstand der
Krefelder Bevölkerung unterlaufen und hat die Aktion nicht bekannt gemacht.
Möglich wurde dieses Vorgehen durch das Verhalten der Krefelder Polizei, die
ebenfalls alle Informationen zurückhielt.
Um in dieser Situation eine ausreichende Gegenwehr zu organisieren, bitten
wir Sie nicht nur um Ihre Teilnahme, sondern auch um die schnelle
Weiterverbreitung dieses Aufrufs zur
Mahnwache und Demonstration gegen die Neonazis
am Samstag, den 19.7.2008 ab 11.00 Uhr
Südwall / Neusser Straße in Krefeld
Die Mahnwache findet um 11.00 Uhr auf dem Südwall statt. Für 11.30 Uhr wurde
eine Demonstration angemeldet, die durch die Hochstrasse zieht. Um 12.00 Uhr
soll eine weitere Kundgebung in Höhe Schwanenmarkt stattfinden. Anschließend
wird die Demonstration weiter zum Theaterplatz ziehen, wo gegen 13.00 Uhr
eine Abschlusskundgebung stattfindet.
Zeigen wir den Neonazis gemeinsam, dass sich Demokraten nicht austricksen
lassen.
Veranstaltung im Juni 2008
Aufruf zum einem Gedenkgang am 22.6.2008
Krefeld, den 28.5.2008.
Zum 65. Jahrestag der Krefelder Bombennacht am Sonntag, den 22. Juni 2008,
rufen auf Anregung von Friedensbündnis und Bündnis „Krefelder für Toleranz
und Demokratie“ viele Organisationen zu einem Gedenkgang durch die Krefelder
Innenstadt auf. Mit diesem Gang, der um 18:00 Uhr auf dem Theaterplatz
starten und gegen 19:30 Uhr vor dem Rathaus enden soll, wollen wir der Opfer
gedenken und mahnen, dass wir Faschismus und Krieg nie wieder zulassen
dürfen.
Der Umzug wird an fünf Stationen mit kurzen Wortbeiträgen gestaltet: Albert
Koolen (Moderation), Dr. Reinhard Feinendegen (Einführung, Theaterplatz),
Georg Opdenberg (Ostwall / Neue Linner Str.), Pfarrer Manfred Bautz (Alte
Kirche), Regionaldekan Johannes Sczyrba (Dionysiusplatz mit Aachener
Friedenskreuz), und Oberbürgermeister Gregor Kathstede (von-der-Leyen-Platz
/ Rathaus).
Hier der Text des Aufrufs:
Erinnerung und Mahnung
Zum Gedenken an die Krefelder Bombennacht
Vor 65 Jahren, in der Nacht vom 21. zum 22. Juni 1943, wurden innerhalb weniger Stunden nicht nur der größte Teil der Krefelder Innenstadt, sondern auch weite Gebiete nördlich und östlich davon durch einen Bombenangriff zerstört. Mehr als 1000 Menschen starben, fast 10000 wurden verletzt und 33000 obdachlos. Die Folgen der Bombardierung sind bis heute im Krefelder Stadtbild gut zu erkennen, aber nur noch wenige bringen sie mit dem Krieg in Verbindung.
Es gibt gute Gründe, dieses Ereignis nicht zu vergessen und der Opfer zu gedenken. Nach heutigen Maßstäben würde das Ausmaß der Katastrophe die gesamte Welt erschüttern. Die Opfer von damals stehen uns nahe. Sie waren als Verwandte, Freunde und Mitbürger Teil unseres Lebens, und die Lücke, die ihr Tod gerissen hat, ist bis heute spürbar.
Nach 65 Jahren scheinen die Lehren aus Krieg und Zerstörung in Vergessenheit zu geraten. Krieg wird als Mittel der Politik immer noch nicht ausgeschlossen. Und immer noch glauben Politiker an den „gerechten“ Krieg, den man „gewinnen“ kann. Doch es gibt bei den vom Krieg betroffenen Menschen nur Verlierer. Tod und Leid des Einzelnen machen keinen Unterschied zwischen Siegern und Besiegten, und niemand kann dieses Schicksal als gerecht empfinden.
Damals haben die menschenverachtenden Ideologien des Nationalsozialismus mit übersteigertem Nationalismus, Rassenwahn und Führerkult Millionen Menschen das Leben gekostet. Sie haben einen Krieg ausgelöst, der Krefeld, Deutschland und große Teile Europas und der Welt in Schutt und Asche legte. Trotzdem sind diese Ideologien bis heute nicht verschwunden. Verstärkt müssen wir uns wieder mit denen auseinandersetzen, die Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit propagieren und an die Ideen der Nazis anknüpfen wollen.
Am 22.Juni 2008 wollen wir an die Ereignisse von 1943 mit einem Gedenkgang durch Krefeld erinnern. Wir beginnen um 18.00 Uhr auf dem Theaterplatz und gehen über die Stationen Ostwall / Neue Linner Straße, Alte Kirche und Dionysiusplatz zum Von der Leyen Platz / Rathaus. An den einzelnen Stationen werden wir zurückblicken auf das, was nach dem Bombenangriff von Krefeld übrig geblieben war. Gedenken und Erinnern sollen uns helfen dafür zu sorgen, dass so etwas nie wieder geschehen kann.
Dazu rufen auf: • Anstoss e.V. • Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen • Arbeitskreis Eine Welt e.V., Krefeld • attac Krefeld • Bündnis 90 / Die Grünen Kreisverband Krefeld und Ratsfraktion • Bündnis „Krefelder für Toleranz und Demokratie“ • Bürgerinitiative "Rund um St. Josef" e.V., Der Vorstand • CDU Fraktion im Rat der Stadt Krefeld • Der Regionaldekan der Kath. Region Krefeld-Meerbusch • DGB Kreisverband Krefeld • die Linke. Krefeld • DKP Krefeld-Linker Niederrhein • Emmaus Gemeinschaft Krefeld eV • Evangelischer Gemeindeverband Krefeld • Franziskusschwestern / TAU – Stiftung, Krefeld • Friedensbündnis Krefeld • Internat. Kath. Friedensbewegung pax christi – Regionalgruppe Krefeld • Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Bezirksleitung Krefeld • Katholisches Forum Krefeld / Viersen • Kinderbauernhof Mallewupp e.V. • SPD Krefeld • Vorstand des Villa Merländer e.V. •
Hier der Aufruf, der Flyer und das Plakat zu der Veranstaltung
Text des Aufrufs (pdf 21 kByte)
Flyer A6 Vorderseite (pdf 0,8 MByte)
Flyer A6 Rückseite (pdf 1,2 MByte)
Plakat A3 (pdf 3,1 MByte)
Veranstaltung im April 2008
der linke Niederrhein rockt gegen rechts
Krefeld, den 14.4.2008.
Für die Sensibilisierung gegen rechtes Gedankengut und Fremdenfeindlichkeit
wird in Krefeld ein Musikfestival inszeniert.
Spätestens seit 2007 fallen hier am Niederrhein verstärkt organisierte neonazistische, fremdenfeindliche und rassistische Aktivitäten auf.
Besonders die NPD versucht in Kleve, Mönchengladbach und vor allem in Krefeld, ihre menschenverachtenden Parolen in die Öffentlichkeit zu tragen.
Zwei Naziaufmärsche, mehrere kleinere Propagandaaktionen und der Versuch der NPD, in Krefeld eine so genannte „Rheinlandzentrale“ zu errichten, musste die Bevölkerung über sich ergehen lassen. Bei den nächsten Kommunalwahlen 2009 will die NPD erklärtermaßen in die städtischen Parlamente am Niederrhein einziehen.
Um dies zu verhindern, brauchen wir eine breite gesellschaftliche Ablehnung den Nazis gegenüber. Vor allem die Jugend muss gegen rechtes Gedankengut sensibilisiert werden.
Zu diesem Zweck veranstaltet das seit 2000 bestehende Krefelder „Bündnis für Menschenwürde und Toleranz – gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus“ zusammen mit dem DGB-Krefeld das antirassistische Festival „Der linke Niederrhein rockt gegen rechts“. Unterstützt werden sie von vielen Organisationen am linken Niederrhein, u. a. durch „Die Falken“ Krefeld.
In der mit Musiktradition beladenen „Niederrheinhalle“ auf der Westparkstr. in Krefeld, Eingang Kleinewefersstr. 160, (dort sind „The Who“ in den 70er Jahren schon aufgelaufen) wird ab 19 Uhr ein Musikfestival vom Feinsten gestartet. Headliner sind die bekannten HipHop-Acts „Microphone Mafia“ aus Köln und „Sons of Gastarbeiter“ (SOG) aus dem Ruhrpott. Auch die Krefelder Crossover-Band „Acoustic Rocks“, die Punkrocker „Ich glaub das Frettchen war eine Prostituierte“, die Deutschrock-Band „Die Kriminellen Helden“ aus Nettetal und „Violett“ (Grunge) aus Kempen werden mit ihren anspruchsvollen Texten,
gegen rechts rocken. Außerdem wird die Ska-Band „The Clerks“ aus Düsseldorf/Köln mit ihren Offbeats dem Publikum einheizen. Nach der Live-Musik wird mit DJs weitergefeiert.
Der Eintritt kostet € 5,- an der Abendkasse und € 4,- im Vorverkauf.
Die Veranstalter; freuen sich auf ein großartiges und engagiertes Festival mit vielen Besuchern vom ganzen Niederrhein. Es werden beim „Tanz in den Mai“ über 1000 Leute erwartet
Hier das Plakat zu der Veranstaltung (pdf 1,3 Mbyte)
Aktionen im Januar 2008
Vefahren eingestellt
Krefeld, den 23.1.2008. Heute hat das Verfahren gegen den Kollegen stattgefunden, der wegen unserer
Gegendemo am 6.10.2007 angeklagt war. (Siehe auch den vorigen Eintrag "Solidaritätsaufruf")
Im Verfahren blieben die beiden Polizisten bei ihrer Aussage. Nachdem aber
die ersten drei Zeugen der Verteidigung eindrucksvoll geschildert hatten,
mit welcher Härte die Polizisten gegen den Kollegen vorgegangen waren, griff
die Staatsanwältin ein. Sie sagte, sie glaube zwar nicht, dass
Polizeibeamten gelogen hätten. Aber es sei klar, dass das harte Vorgehen der
Polizeibeamten völlig unangemessen gewesen sei. Deshalb schlage sie vor, das
Verfahren einzustellen. Die Richterin und die Verteidigung waren mit diesem
Vorschlag einverstanden.
Damit gab es zwar nicht den erhofften „Freispruch 1. Klasse“, mit dem
Ergebnis müssen wir aber angesichts der widersprüchlichen Zeugenaussagen
zufrieden sein. Der Kollege muss nun für seine eigenen Anwaltskosten
aufkommen, deshalb noch einmal die Bitte um Spenden auf unseren
Rechtshilfefonds, Konto Andrea Langguth, Kontonr. 2118510700, BLZ 30010111
SEB-Bank, Stichwort „Rechtshilfe“.
Solidaritätsaufruf
Krefeld, den 21.1.2008. Am 6.10.2007 haben wir friedlich gegen einen
Neonazi – Aufmarsch demonstriert, der vor dem Mahnmal für die Opfer der
Faschismus genehmigt worden war. Die Polizei räumte den Platz für die
Neonazis und nahm mehr als 40 von uns vorübergehend fest. Einer von uns muss
sich deshalb am 23.1.2007 vor Gericht verantworten (9:30 Uhr Amtsgericht Krefeld Raum H214). Die Vorwürfe gegen ihn
stellen die Tatsachen auf den Kopf und sind für uns nicht hinnehmbar. Im
Anhang finden Sie unseren Solidaritätsaufruf für den Kollegen mit der Bitte
um Unterstützung und Spenden auf unseren Rechtshilfefonds.
Der Solidaritätsaufruf als pdf
Keine Zwangsversteigerung der Lindenstraße 147
Krefeld, den 18.1.2008. Nun steht es endlich fest: die Wohnung Lindenstraße 147 wird nicht zwangsversteigert. Damit erhält die NPD keine Möglichkeit, diese Immobilie zu erwerben, um dort ihre „Rheinlandzentrale“ aufzubauen. Nachdem die drei Gläubiger - Stadt Krefeld, Dresdner Bank und Stadtsparkasse Köln - sich verständigt haben, die Zwangsversteigerung nicht weiter zu betreiben, kann die zukünftige Nutzung der Wohnung in Ruhe geplant werden.
Unser Dank gilt den drei Gläubigern, die noch rechtzeitig unsere Argumente aufgenommen haben und dann schnell zu einem gemeinsamen Vorgehen gekommen sind. Es war erfreulich zu sehen, dass man im Kampf gegen die Neonazis mit der Unterstützung der großen Finanzinstitute und der Stadt rechnen kann. Eine Unterstützung, die wir auch in Zukunft dringend brauchen werden.
Erfolgreiche Veranstaltung
Krefeld, den 11.1.2008. Der Andrang zu unserer Informationsveranstaltung am 10.1.2008 war größer als erwartet. Über 400 Teilnehmer konnte die Aula der Josefschule nicht fassen, deshalb zogen wir kurzfristig in die Josefkirche um. Der Vortrag des Mitarbeiters des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland gab einen guten Einblick in die Neonazi-Szene und machte deutlich, dass ohne entschiedenen Widerstand gegen die Rechtsextremisten am Ende oft Gewaltopfer zu beklagen sind.
Nazi Zentrale in Krefeld verhindern!
Wehrt euch gegen eine "Rheinlandzentrale" der Neonazis in Krefeld.
Zwei große und mehrere kleine Demonstrationen haben die Neonazis in
2007 in Krefeld durchgeführt. Jedes Mal wurden sie von der Krefelder
Bevölkerung mit eindrucksvollen Gegendemonstrationen in
Schach gehalten.
Jetzt hat die NPD angekündigt, mitten in Krefeld auf der Lindenstraße
ihre Rheinlandzentrale einzurichten. Am 25.1.2008 wollen sie ein
Wohneigentum ersteigern. Wenn das gelingt, wird uns der braune Spuk
wieder ein großes Stück näher rücken.
Wir Krefelder werden das genauso wenig hinnehmen wie die Nazi-
Aufmärsche. Gemeinsam werden wir verhindern, dass die Neonazis
ihre Zentrale in der Lindenstraße oder anderswo in Krefeld aufmachen
können. Am 10.1.2008 treffen wir uns deshalb zu einem Informationsabend
mit anschließendem Protestmarsch zur Lindenstraße.
Es stellt sich natürlich die Frage: was beabsichtigen die Neonazis eigentlich?
Dazu erläutert ein Mitarbeiter des Antirassistischen Bildungsforums
Rheinland in einem multimedialen Vortrag die Entwicklung und
Strategien des Neonazismus und gibt einen Einblick in neonazistische
Strukturen und Aktivitäten in NRW.
Informationsabend und Protestmarsch
am Donnerstag, den 10.1.2008
um 19:30 Uhr
Aula der Josefschule
an der Josefkirche 2
47798 Krefeld
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, ist nach §6 Versammlungsgesetz der Zutritt zur der Veranstaltung nicht gestattet.
Das aktuelle Poster zur Aktion am 10. Januar:

Aktion im November 2007:
Antifaschistischer Stadtrundgang am 9.11.2007
Kommt zum Krefelder antifaschistischen Stadtrundgang am 9. November
Der 09.11. mahnt - lernt aus der Geschichte
Am 09.11.2007 gedenken auch KrefelderInnen - wie jedes Jahr - den Verbrechen des Nazi-Faschismus. Dieses Datum ist u.a. mit dem 09.11.1938 verbunden. Damals verübten deutsche Antisemiten ein Pogrom an jüdischen Menschen, deren Besitz und Synagogen, die sogenannte Reichskristallnacht.
Diese Verbrechen wurden vom Nazi-Staat geleitet und fanden auch in Krefeld willige Vollstrecker. In unserer Stadt zerstörten Antisemiten u.a. die jüdischen Synagogen in Krefeld und Linn. Nur vier Jahre später beschlossen und planten die Nazi-Führer den industriellen Massenmord an letztlich mehr als 6 Millionen Menschen, die sogenannte "Endlösung der Judenfrage".
Der Widerstand gegen die Nachfolger dieser Verbrecher gegen die Menschlichkeit, der Widerstand gegen NPD und andere faschistische Organisationen, muss auch in Krefeld noch stärker deutlich werden. Deshalb rufen wir zu einem antifaschistischen Stadtrundgang am 09.11.2007 auf.
Wir wollen an diesem Tag aber auch an die Geburt der ersten deutschen Republik am 09.11.1918 erinnern. Denn erst durch die Novemberrevolution wurde die Weimarer Republik mit freien und gleichen Wahlen und wichtigen (bürgerlichen) Freiheitsrechten erkämpft.
Demokratie kam nicht von selbst. Sie musste und muss immer wieder erkämpft, verteidigt und ausgebaut werden. Dazu mahnen uns der 09.11.1918 als positives und der 09.11.1938 als negatives Beispiel.
Heute erkennen wir eine aktive Nazi-Szene in Krefeld und wir wollen nicht immer nur auf die faschistischen Provokationen reagieren. Wir wollen ein positives Zeichen setzen für Demokratie und Menschenrechte.
Zeigen wir den Nazis unsere Verachtung für ihre Verbrechen und Provokationen. . Laßt uns gemeinsam zu Krefelder Orten gehen, die mit den Verbrechen der alten und neuen Nazis in Verbindung stehen.
Auftakt:
Krefeld Hauptbahnhof
Zeit:
09.November 2007, 18:00 Uhr
Aufrufende:
Bündnis "Krefelder für Toleranz und Demokratie"
Aktion im September 2007:
Fest ohne Grenzen am 1.9.2007
Unter dem Motto "Gemeinsam gegen Rassismus" findet das "Fest ohne Grenzen" am Samstag, dem 1.9.2007 zum zweiten Mal auf der Corneliusstr. an der Josefskirche in der Zeit von 14:00 bis 22:00 Uhr statt. Mit dieser gemeinsamen Veranstaltung wollen Mitbürger mit deutschem und migrantischem Hintergrund ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeinlichkeit setzen, denn diese Themen sind leider auch weiterhin in Krefeld aktuell.
Mit Informations- und Verzehrständen beteiligen sich unter anderem attac, Alevitischer Kulturverein, DIDF Solidaritätshaus, die LINKE., DKP, Emmaus, Eritreische Gemeinde, Falken, Hindu-Gemeinde, Grüne Jugend, Julis, Light of Africa, Portugisische Gemeinde und RABE. Für die Kleinen gibt es ein Kinderfest, und für die Bewohner des benachbarten Altenheims wird eine Cafeteria angeboten.
Zahlreiche Bands, die alle auf ein Honorar verzichten, sorgen auf der Bühne für musikalische Unterhaltung. Dabei sind Soulforce, Acoustic Rocks, The Fog Joggers, Symbiosis, Caco, Steve Buttenberger, Rifkif und Bennof sowie Rapaholix. Vorführungen internationaler Kultur und Folklore ergänzen das Musikprogramm.
Zum Thema Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wird es immer wieder kurze Wortbeiträge geben. Oberbürgermeister Kathstede wird in seinen Begrüßungworten ebenso darauf eingehen wie die Teilnehmer von zwei Talkrunden. Im Bischof-Sträter-Haus kann man die Austellung "fiftyfifty-Comics Deutschkunde, Karikaturen gegen rechte Gewalt" ansehen.
Das Bündnis "Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" beschäftigt sich in Krefeld seit dem Jahr 2000 mit diesen Problemen. Es ist Teil des Bündnisses "Krefelder für Toleranz und Demokratie", das sich im Februar 2007 anlässlich der ersten Nazi-Demonstration in Krefeld bildete.
Das Plakat zum Fest ohne Grenzen:
Aktion im Juli 2007:
NPD-Demonstration in Krefeld verhindern!
Krefelder wollen keine NPD−Aufmärsche!
Das haben 3500 friedliche Gegendemonstranten am 13. Februar 2007 eindrucksvoll bewiesen, als sie dem Aufruf des Bündnisses "Krefelder für Toleranz und Demokratie" folgten. Dem standen auf Seiten der NPD gerade einmal 155 Demonstranten entgegen, deren Weg von der Polizei mit mehreren Hundertschaften gebahnt wurde.
Die klare Ablehnung der Krefelderinnen und Krefelder hindert die NPD nicht daran, uns und unsere Stadt erneut mit einem Marsch provozieren zu wollen.
Für den 21. Juli 2007 wurde eine Demonstration durch die Innenstadt angemeldet.
Bereits unmittelbar nach der Demonstration am 13. Februar 2007 drohte die NPD: "Wir kommen wieder". Das zeigt, dass es der NPD nicht um die wahrnehmung demokratischer Rechte geht, sondern vielmehr darum, Krefeld erneut in einen "Ausnahmezustand" zu versetzen.
Eine NPD-Demonstration in der Innenstadt, zumal an einem Samstag zur verkaufsstärksten Zeit, bringt erhebliche Einschränkungen für Passanten und Geschäftsleute mit sich. Diese Provokation wollen wir verhindern und wir haben bereits eine Gegendemonstration angemeldet, um unser Recht auf demokratische Gegenwehr wahrzunehmen.
Wir, gemeint ist das breite Bündnis "Krefelder für Toleranz und Demokratie", getragen von demokratischen, gesellschaftlich relevanten Gruppen in Krefeld, von Parteien, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, unabhängigen Demokraten und Antifaschisten bis hin zu Konservativen.
Eine derartige Situation in der Stadt wird die Polizei vor ein erhebliches Sicherheitsproblem stellen, dem abermals mit unverhältnismäßigem Aufwand begegnet werden muss.
Wir fordern deshalb die Verantwortlichen auf, eine NPD-Demonstration in der Innenstadt am 21. Juli 2007 zu untersagen.
Außerdem ruft das Bündnis "Krefelder für Toleranz und Demokratie" am gleichen Tag zu einer erneuten Gegendemonstration auf.
Wir Krefelderinnen und Krefelder werden uns dann wieder laut, bunt und kreativ den Neonazis gewaltfrei und friedlich in den Weg stellen. Wir bringen damit zum Ausdruck, dass wir es nicht dulden dass Straßen und Plätze unserer Stadt zur Bühne rechtsradikaler Aufmärsche werden.
Daher unser konkreter Appell an alle Krefelderinnen und Krefelder:
Unterstützen Sie die Forderung nach dem Verbot einer NPD−Demonstration
am 21. Juli 2007 in der Krefelder Innenstadt und kommen Sie zur Gegendemonstration und Kundgebung am 21.Juli 2007 um 11:00 Uhr.
Bündnis "Krefelder für Toleranz und Demokratie"
Das Plakat zur Demo im Juli 2007:
